Wesen und Verhalten

 

Wie wir Menschen sind auch Meerschweinchen sehr gesellige Tiere. Ihre Verhaltensweisen sind auf das Zusammenleben im Rudel ausgerichtet. Neben angeborenen Instinkthandlungen müssen jedoch viele Erfahrungen erst individuell gemacht werden. Das heisst, dass junge MS eine Menge lernen

müssen. Der Geruchssinn spielt dabei eine gr. Rolle, wie auch später bei den erwachsenen Tieren.

Die Jungen lernen von ihrer Mutter und von den anderen Tieren im Rudeln wie und was man frisst, wie man aus der Flasche trinkt, und auch das Werbeverhalten wird schon fleißig geübt. Balzübungen kann man besonders in der dritten Lebenswoche beobachten. Mutter und Vater schreiten

gemessenen Schrittes, wiegen unter gurrenden Lauten ihr Hinterteil von einem Bein auf das andere tretend, und bald machen es die Jungtiere ihnen nach.

Hält man nur Weibchen, egal in welchem Alter, zusammen, zeigen die rangniedrigen Tiere dieses Verhalten ebenfalls. Das bedeutet das es sich nicht nur

um ein rein sexuelles Werbeverhalten handelt, sondern auch als beschwichtigendes Entspannungsritual eingesetzt wird.

Jungtiere laufen und springen gern. Ihre übermütigen Luftsprünge aus dem Stand, womöglich noch mit einer Drehung in der Luft,

können eine beträchtliche Höhe erreichen.

Das scheint wiederrum die Eltern und sogar hochträchtige Tiere anzustecken. Besonderes bei Gabe vom frischen Heu konnte man dieses Verhalten beobachten.

MS lernen sehr schnell verschiedene Töne, Geräusche oder Rufe zu unterscheiden. Auch untereinander sind sie sehr gesprächig und haben sich

eine Menge zu erzählen.

 

MS- (Körper) Sprache und Verhaltensweisen

Quieken

klingt wie ein Wasserkessel, bedeutet ein unmißverständliches Betteln um Futter

(nur gg.über dem Halter)

Fiepen

wird meist von Jungtieren ausgestossen, die sich verlaufen haben, Mutter

o. Geschw. nicht sofort sichtbar sind. Auch einzlen gehaltene Tiere fiepen

und werben um Kontakt

Glucksen u. Gurren

die Mutter läuft mit beruhigen Gurren zu ihren Jungen, durch sanftes

Glucksen vermittelt sie Schutz, Wärme und Zufriedenheit

Grunzen freundl. Art der Begrüßung, dabei beschnuppern sie sich gg.seitig mit Nasenkontakt (nur innerh. der Sippe)
Knurren, Zähneklappern

Drohgebärden geschieht gg. über fremden Tieren, auch bei Menschen,

Beissen kann folgen, häufig bei 2 (fremden) Böcken zu beobachten

Brummen, Knattern Werbeverhalten des Böckchen gg.über eines brünstigen Weibchen
Chirpen

seltener hoher Laut, sehr eindringlich, mögl. Ursache Angst, Einsamkeit, Erregung,

Unsicherheit

   
sich Beriechen

Kontaktaufnahme und Erkennen durch Schnupperkontakt mit der Nase an Nase oder und

am Hinterteil (auch zur Überprüfung welches Geschlechts und/ob ein Weibchen brünstig ist)

Imponiergehabe

unter Böcken zu beobachten, dabei drücken sie ihre Beine durch und

strecken ihren Kopf nach oben.

Zähne zeigen

als Abwehr und Drohgebärde, bei Weibchen auch als Geste für ihre aufdringlichen Werber, dabei wird das Maul weit aufgerissen, oder demonstrativ gegähnt
wenn bei Männchen nicht genügend Platz vorhanden ist, kann es zu

bösen Beisserei kommen die meisten blutig enden, auch bis zum Tod

Harnspritzen

Weibchen setzten sich damit gg. unerwünschte Bewerber zur Wehr.

Männchen um ihr Gebiet zu makieren

   
Aufmerksamkeit

dabei streckt das MS den Kopf weit nach obenund den Oberkörper flach am Boden um

so mehr von der Umgebung aufzunehmen, als reines Fluchttier ist es sehr wachsam

Aufstellen dabei "setzt" sich das MS auf seinen Hinterteil und streckt sich nach oben - soganntes M´┐Żnnchen mache
besonders zu beobachten, wenn man ihnen Leckeres gibt, beim Betteln
Luftsprünge bedeutet Lust am Leben, Übermut, stark bei Jungtieren ausgeprägt, ab ca. 1 Jahr lässt es lngsam nach. Dann nur noch bei Tieren mit viel Auslauf zu beobachten
Kot fressen dieses Verhalten ist für die Tiere lebensnotwendig, es handelt sich um sogenannten Blinddarmkot, er enthält Vitamin B und versorgt das MS mit Nährstoffen, Reguliert den Darmhaushalt.
   
Hören MS hören sehr gut, besonders hohe Töne
Sehen ist ebenfalls sehr gut ausgebildet, sind auch in der Lage Farben  zu unterscheiden (Grundfarben rot, geld, blau)
Riechen der Geruchssinn ist tausendmal besser als beim Menschen, dient vorallem dem Geschlechts- und Kontaktverhalten
Schmecken sehr wohl können Ms Süsses von Saurem unterscheiden, auf jedem Fall besitzen sie Geschmacksvorlieben
Tasten mit ihren Tasthaaren können sie sich auch im Dunkeln gut zurecht finden, und Hindernisse "erkennen"

(Quelle: Katrin Behrend "Das MS")

(Quelle: Ilse Pelz "Mehr über MS")

 

 

 

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